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Eine Woche Bitcoin – Stay calm and hodl

Bitcoin, Ether und IOTA. Bis vor einer Woche waren das für mich echt böhmische Dörfer. Seit einigen Tagen beschäftige ich mich nun intensiver mit Kryptowährungen. Und bin ziemlich geflasht, was dahinter steckt. Hier ein kleiner Erlebnisbericht eines blutigen Kryptoanfängers.

Tag 1: Ich will da mitmachen!

Mir reicht’s, Bitcoins überall. Auf Facebook, in den Nachrichten, im Taxi. Ich bin doch Internetzexperte!? Verstehe trotzdem nicht was da geht. Aber ich will da rein und vor allem verstehen, was da geht. Ich erstelle mir also kurzerhand ein Konto bei der Exchange Plattform www.coinbase.com, will Bitcoins kaufen. Das geht erst mal nur mit kleinen Beträgen, ich muss mich zunächst auf der Plattform verifizieren lassen und Guthaben übertragen. Überweise mit etwas mulmigem Gefühl eine Hand voll Euros an diese Plattform und warte ab.

Tag 2: Ich darf da mitmachen!

Meine Handynummer und Kreditkarte sind von Coinbase verifiziert. Meine EUR sind von der Sparkasse auf die Exchange Plattform überwiesen worden. Zuvor hat das Kundencenter angerufen, ob ich wirklich etwas nach Estland überweisen möchte? Süß. Ich lege direkt los, tausche meine EUR zu 50% in Bitcoins (BTC). Jeweils 25% verteile ich auf Ether (ETH) und Litecoin (LTC). Wohlgemerkt ohne genau zu wissen was ich da tue, aber bin erst mal hoch zufrieden mit mir.

Tag 3: Was mache ich hier eigentlich?

Das Thema lässt mich nicht los, ich informiere mich erstmalig, in was ich da eigentlich meine EUR eingetauscht habe. In Facebook Gruppen überwiegen die euphorischen Stimmen, es herrscht Goldgräberstimmung. In der Presse lese ich überwiegend was von platzenden Blasen und lauernden Gefahren. Auf den Websites zu Kryptowährungen verstehe ich nur Bahnhof. Ich stoße in eine Whatsapp-Gruppe hinzu und unterhalte mich mit Bekannten über das Thema.

Ich verstehe mittlerweile ansatzweise, dass jede Währung für eine Technik steht, die in der Zukunft mehr oder weniger relevant sein wird. Ich schaue ‚Sendung mit der Maus‘ zu Kryptowährungen und Blockchain auf Youtube. Alles hoch spannend! Heraus kommt: Bitcoin ist schon fast zu uncool, ich werde auf die Alternativen Coins aufmerksam. Es gibt unzählige Währungen mit kryptischen Abkürzungen. Deswegen wohl Kryptowährung. Haha. Ich brauche also auch Alt Coins. Dafür muss ich mich auf weiteren Plattformen registrieren, wo diese gehandelt werden.

Tag 4: Ich will Geld ausgeben, darf aber nicht

Ich schaue mir www.bitfinex.com an und verstehe wieder nur Bahnhof. Während Coinbase sehr aufgeräumt wirkt, fällt es mir selbst als Internetzfachmensch schwer, auf Bitfinex die richtigen Buttons und Links zu finden. Hier wieder das selbe Spiel, erst mal verifizieren lassen. Bitfinex will jedoch, dass ich Fotos meiner Ausweispapiere, eine aktuelle Rechnung mit meiner Postanschrift und sogar ein Selfie im RAF-Geisel-Style hoch lade. Ich verwerfe meine Sicherheitbedenken und erledige alles brav. Danach die Klatsche. Bitfinex nimmt sich bis zu 20 Tage Zeit für die Verifikation. Ey, ich will doch Geld ausgeben! Es hilft nichts, erst mal wieder warten angesagt.

Tag 6: Ich habe tatsächlich Geld verdient!?

Hä? Ich betrachte das Widget auf meinem Smartphone, auf dem ich seit Tagen den Kurs von Bitcoin, Ether und Litecoin verfolge. Es meldet mir, dass Letzterer seit meinem Einstieg ein sattes Plus von über 150% hingelegt hat! Ich habe mein investiertes Geld also mehr als verdoppelt. Kann das war sein? Ja, denn die Kurse der Kryptowährungen schwanken brutal. Preisunterschiede von über 1.000 USD an einem Tag sind speziell beim Bitcoin keine Seltenheit. Ungläubig verkaufe ich Litecoins im Gegenwert meines ursprünglich investierten Geldes und tausche zurück in EUR. Den Rest lasse ich liegen und weiter arbeiten. Die EUR lasse ich von Coinbase zurück zur Sparkassen überweisen. Ob das wirklich auf meinem Konto ankommt? (Ja, es kam zwei Tage später an!)

Tag 7: Ripple, DASH und IOTA

Die Exchange Plattform www.poloniex.com erbarmt sich meiner, und verifiziert mich als Nutzer. Hier kann ich nun zwar eine Fülle von Alt Coins handeln, jedoch ausschließlich mit Kryptowährungen bezahlen. Ich sende also einige Bitcoins von Coinbase zu Poloniex und tausche sie in Alt Coins. Die wurden mir entweder empfohlen oder ich habe darüber gelesen. Einige Alt Coins kosten nur wenige Cent, dahinter stehen verschiedene Entwicklerteams und Blockchain-Techniken. Hier herrscht noch Pioniergeist, während sich der etablierte Bitcoin von einem Rekordhoch ins nächste schraubt, stehen die Alt Coins noch ziemlich am Anfang.

Tag 8: Stay calm and hodl!

Die Sache artet langsam in Stress aus. Ich habe mittlerweile ca. 10 Kryptowährungen im Blick, die Kurssprünge innerhalb von Minuten sind nichts für schwache Nerven. Gestern hat auch der Ether einen saftiges Plus hingelegt, so dass ich auch hier meine ursprünglich investiertes Geld wieder raus ziehen konnte. Den Gewinn lasse ich wieder auf der Exchange Plattform liegen. Ich entscheide mich zu hodln. In der Kryptowelt bedeutet das, seine Investements langfristig zu halten. Eigentlich ‚hold‘. Erklärung des Memes findet Ihr hier.

 

Fazit nach einer Woche und einige Tipps:

  • Kryptowährungen versprechen hohe Gewinne in kurzer Zeit, trotzdem oder gerade deswegen solltet Ihr einen kühlen Kopf bewahren
  • Startet nicht überstürzt, sondern informiert Euch in Ruhe über die Hintergründe von Bitcoin & Co, einige Quellen verlinke ich unten
  • Beachtet bei den Newsquellen, dass diese entweder sehr pro oder sehr contra gegenüber Kryptowährungen berichten
  • Jeder wird Euch etwas Anderes voraussagen, bildet Euch eine eigene Meinung
  • Investiert auf keinen Fall Geld, dass Ihr demnächst dringend benötigt oder dass Euch nicht gehört
  • Behaltet im Hinterkopf, dass im allerschlimmsten Fall der Totalverlust des Investements drohen könnte
  • Sehr anfängerfreundliche Exchange Plattform sind www.coinbase.com und www.coinfalcon.com
  • Nutzt auf den Exchange Plattformen in jedem Fall die Zwei-Faktor-Authentifizierung um Euch abzusichern
  • Behaltet die Gebühren für Transaktionen im Blick, die sind teilweise sehr hoch
  • Jeden Tag die Kurse im Blick zu behalten kostet einfach unglaublich viel Zeit und Nerven
  • Denkt stattdessen lieber langfristig, wenn Ihr an die Blockchain-Technologie glaubt dann investiert in die Zukunft und lehnt Euch zurück

Info Links:

 

Soweit mein kleiner Erlebnisbericht nach einer Woche in der Kryptowelt. Wenn Ihr wissen wollt wie es weiter geht, dann folgt mir bei Facebook oder Twitter. Oder abonniert meinen kleinen Whatsapp Digital-Newsletter, einfach START an 015161105068 senden.

 

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