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Gullideckel, Pfffffft und Aufkleber: Die Trends der Essen Motor Show 2017

Vergangenes Wochenende habe ich mich auf der Essen Motor Show 2017 herumgetrieben. In diesem Blogartikel habe ich für Euch die neuen und nicht ganz so neuen Trends zusammengefasst, die dort von den zahlreichen Ausstellern präsentiert wurden. Los geht’s!

Um es gleich vorweg zu nehmen, es gab auf der Essen Motor Show 2017 nichts von dem ich sagen würde, dass es komplett neu ist. Dennoch gibt es schon klare Tuning Trends, die entweder gerade aus den USA rüber geschwappt sind, oder sich hartnäckig halten und mittlerweile in der Deutschen Tuning Szene einzementiert sind. Hier eine kleine Bestandsaufnahme.

 

Car Wrapping, Decals und Autofolierung

Egal ob Muster, Sponsoren Schriftzüge oder Komplettfolierungen mit aufgedrucktem Design. Die folierten Fahrzeuge waren auf der Essen Motorshow 2017 klar in der Übermacht, nur wenige Karren standen „nackt“ da. Neben der Möglichkeit, dem Einheitsgrau der Fahrzeughersteller mit individuellen Designs entgegenzuwirken, konserviert die Folien den Originallack. Ok, wobei das sicherlich nicht der Hauptgrund sein dürfte, sein Fahrzeug in Folie zu packen.

Im Trend sind zunehmend unauffällige Folierungen. Etwa mattschwarze Schriftzüge auf glanzschwarzer Folie. Außerdem 3D Folierung mit durch die Folie fühl- und sichtbarem Muster. Die als Plastidip bekanntgewordene Sprühfolie habe ich dagegen nirgendwo gesehen. Dominiert wird die Szene übrigens nicht von einem der großen Unternehmen wie FOLIATEC oder 3M, sondern von regionalen Car Wrappern. Beispielsweise Showtime Design Carwrapping aus Gera.

 

Pffft… Pffffft: Airride Fahrwerke

Egal ob Classic-Car, sündhaft teurer Exot oder Familien-Kutschte. Die Karre muss auf dem Boden liegen. Wenn die Schweller nicht die Straße berühren und die Räder nicht im Radkasten versinken, dann ist es nicht tief genug. Realisiert meist durch Airride-Fahrwerke, die mittlerweile in Sachen Handling mit manuell verstellbaren Gewindefahrwerken mithalten können. Auf der Essener Motorshow waren Custom-Lösungen zu sehen, etwa auf Basis von Dämpfern der bekannten Hersteller wie Bilstein, H&R und Co.  Firmen wie Wagnair, HP Drivetech, AccuAir, null-bar und Air Lift Performance bieten fertige Kits an.

 

Breit, breiter, Bodykits

Bereits in den 80ern standen Breitbausätze der Firmen Rieger und Mattig unter deutschen Tunern hoch im Kurs. Die Ära der Plastikverbreiterungen kommt offensichtlich wieder. Dieses mal jedoch in Form von aufwendigen Bodykits mit Ursprung aus Fernost und USA. Besonders hoch im Kurs stehen die Kits der Firmen Rocket-Bunny, Liberty Walk und  RAUH-Welt Begriff. Das sind auch extremsten Beispiele, ursprünglich für den Renn- und Driftsport konzipiert. Nach dem Motto: Mehr Platz, breitere Räder, mehr Traktion. Die Optik ist entsprechend brutal, der Auftritt mächtig.

 

Gullideckel und Käsereibe: Felgendesign

Nichts verändert den Look Deines Gefährts so radikal, wie die Wahl der richtigen Walze. Früher lagen ja eher kleine, dafür breite Felgen im Trend. Kombiniert mit schmalen Reifen. Strechting war das Stichwort. Auf der Essen Motor Show dominierten dieses Jahr vor allem große Räder, 20″ war nahezu Standard. Die Designs waren entweder einteilig und flächig. Felgendesigns wie RAD48 RSI oder Dampfhammer Fleischwolf (LOL!) erinnern schon sehr an Gullideckel oder Käsereibe.

Am Auto daneben dagegen aufwendig designte, dreiteilige Schmiedefelgen von mbDesign, handmade in Deutschland. Große Hersteller wie Rotiform und Vossen sieht man ebenfalls sehr oft. Klassiker wie die dreiteilige BBS Speichenfelge, Porsche Cupfelge oder die Mercedes Barock Felge sind in Alu gegossener Kult. Wobei ich das Gefühl hatte, dass die Traditionsmarken Borbet, BBS und Ronal sich in Sachen Felgendesign zu sehr zurück halten.

 

Motorsportkomponenten

Komponenten aus dem Motorsport sind nach wie vor der Renner im Tuningbereich. Und das nicht nur für Ausfahrten auf der Rennstrecke. Neben den oben bereits beschriebenen Bodykits und Rennsport-Folierungen sind das ganz klar Schalensitze, riesige Heckflügel, Felgen mit Zentralverschluß und Felgendesigns mit außenliegenden Felgensternen. Diese werden im Motorsport ja eigentlich eingesetzt, um die Scheibenbremsen zu kühlen. Letzteres ist sicherlich Geschmackssache bei einem Straßenwagen. Wem das an Rennsportfeeling nicht reicht, der installiert sich dazu noch eine hydralische Hebeanlage, die das Auto auf Knopfdruck auf vier ausfahrbare Stempel stellt. Boxenstopp in der Hofeinfahrt.

 

Tire Styling, die individuelle Reifenbeschriftung

Die schwarzen Zeiten sind endgültig vorbei, Tire Styling ist ein Trend der relativ neu aus den USA rüber gekommen ist. Mit aufklebbaren Buchstaben lässt sich entweder die jeweilige Reifenmarke auf die Reifenflanke kleben, oder auch jede beliebige Beschriftung. Optisch ein fetter Hingucker.

 

Dachgepäckträger und Dachboxen

In der Masse der Tuninggeschosse auf der Motor Show in Essen noch aufzufallen, das ist maximal schwer. Zu groß ist die Konkurrenz. Um aus der Masse heraus zu stechen, nutzen Einige den freien Platz auf dem Dach. Ein echtes Statement sind Supersportler mit Dachboxen. Motto: „Mit dem Ofen fahr‘ ich auch in den Ski-Urlaub!“. Oder man schnallt sich eben kurzerhand ein Mountainbike auf seinen Lamborghini. Und warum eigentlich keinen Offroad-Dachgepäckträger auf den Audi R8? Auch hier gilt, erlaubt ist was gefällt. Auffallen tut es in jedem Fall, wie sicher die Kiste bei 300km/h auf dem Dach sitzt ist eine andere Frage.

 

 

Classic Cars oder Superexoten

Wer keine Lust auf Dachgepäckträger hat, der braucht eine besondere Tuningbasis. Entweder nimmt man sich einen biederen Klassiker vor, oder ein Exemplar mit ordentlich Patina. Oder einen unbezahlbaren Superexoten. Maximale Chancen aufzufallen hat man mit einem biederen, unbezahlbaren Superexotenklassiker mit Patina! Aufwendige Karosseriearbeiten sind Trumpf, warum nicht einfach den ganzen Wagen um die Hälfte kürzen? Oder man transportiert sein Projekt stilecht auf einem eigenen Transporter und stellt Beides aus. Wer aus der Masse heraus stechen will muss kreativ werden. Defintiv keine leichte Aufgabe.

Zum Schluß hier noch mein absoluter Liebling von der Essen Motor Show 2017. Der 1963 Ford Galaxy von Steven Järudd. 4,7l Lincoln Motor, Audi RS Bremsen, Hinterachse vom Volvo V70. Unfassbares Gerät, ein bischen versteckt in der Oldtimer Halle 1. What a crazy build!

Fazit: Die Essen Motor Show 2017 bockt! Wer sich einen Überblick verschaffen will, was gerade in deutschen Garagen gebaut wird, der ist hier goldrichtig. Die Messe ist riesig, ich empfehle einen vollen Tag, oder gleich zwei Tage um wirklich alles zu sehen. Geöffnet ist die EMS noch bis zum 10.12., Infos gibt’s unter https://www.essen-motorshow.de/automobilmesse/. Auf Instagram poste ich meine Highlights, schaut mal bei https://www.instagram.com/madbutphat rum.

Sponsoring: Ich durfte zwei Tage ohne Eintritt zu zahlen auf die Messe und habe am Instagram Walk teilgenommen. An dieser Stelle herzlichen Dank an Heike  von der Messe Essen!

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