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Urlaub in Deutschland: Berge, Kühe und Entspannung im Ostallgäu

Urlaub muss nicht immer bedeuten, dass man tierische lange im Flieger hockt, um dann an crazy Orten zu landen. Wir sind im platten Hamburg in den Zug gestiegen und einige Stunden später im bergigen Ostallgäu angekommen. Natur und Entspannung pur für eine Woche. Hier lest Ihr den kurzen Reisebericht.

Moin!

Warum Ostallgäu? Wir waren zu einer Hochzeit eingeladen, im schönen Rückholz, nah an Füssen. Das Wochenende stand also ganz im Zeichen der Eheschließung, eine wunderbar unaufgeregte Trauung im Landhotel Panorama. Hier waren wir zwar nicht untergebracht, das Wellnesshotel kann ich jedoch schwer empfehlen. Wir residierten im Ferienhof Froschkönig, der war uns schon von früheren Besuchen bekannt.

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Hochzeitskater bekämpfen am Lechfall

Im Anschluß an die Hochzeit stand eine Woche Urlaub an, ich hatte Bock auf Berge! Als Jung von der Waterkant was Neues. Ich erinnere mich duster an einen (langweiligen) Schulausflug in den Harz, das war’s aber auch. Allein das Panorama im kleinen Städtchen Rückholz hat mich deswegen schon echt beeindruckt, die Alpen in Sichtweite mit grünen Hügeln drumherum. Mit der Familienfeier in den Knochen entschieden wir uns zum Start für einen kleinen Ausflug zum Lechfall. Ein zwölf Meter hohes überströmtes Stauwehr am Lech am südlichen Stadtrand von Füssen. Entlang des Lechs kann man spitzenmäßig wandern, genau das Richtige zum warm (und nüchtern) werden.

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Mit der Gondel auf die Zugspitze

Tags darauf ging es auf die Zugspitze. Den höchsten Berg Deutschlands ging es nicht zu Fuß hinauf, den Trip wollten wir als Berg-Noobs nicht gleich machen. Stattdessen wählten wir die Zugspitzbahn Gondel. Unten beim Einstieg war es ein schöner Herbstmorgen mit etwa 15 Grad und Sonnenschein. Oben auf der 2962 Meter hohen Zugspitze angekommen herrschte hingegen eisiger Winter mit Frost, Schnee und Sturm. Krasser Kontrast.

Besteigung des Säuling

Danach wurde es nun höchste Zeit, den Hochzeitschmaus mit etwas Bewegung wieder von den Hüften zu bekommen. Wir entschieden uns für den Aufstieg auf den Säuling, das 2047 Meter hohe Wahrzeichen der Region zwischen Füssen und Pfronten. Mit dem Auto ging es zum Parkplatz des Säulinghaus im Ort Pflach. Von hier aus begann unser Aufstieg zur Hütte unterhalb des Gipfels in 1720 Meter Höhe.

Dresscode am Berg

Wie man unschwer erkennen kann habe ich darauf verzichtet, vor meinem ersten Berg für hunderte von Euro im Outdoorgeschäft einzukaufen. Den Aufstieg habe ich größtenteils schlicht in meinen Laufklamotten (leichte Shorts, Laufshirt und Sweater) bewältigt. Am Fuß trug ich knöchelhohe Wintersneaker mit vernünftiger Sohle. Damit bin ich auch recht gut ausgekommen, würde aber beim nächsten Mal zu Schuhwerk greifen, dass über den Knöchel geht. Die Gefahr fiese umzuknicken ist schon groß. Außerdem würde ich den krummen Stock, den ich mir aus dem Wald organisiert habe, durch einen professionellen Wanderstock tauschen. Ansonsten gehört wasserfest verpackte Wechselkleidung, Proviant, Wasser und ein voll geladenes Handy in den Rucksack. Informiert Euch vorab unbedingt über das Wetter.

Hier die Aussicht vom Säulinghaus, der Hütte vor dem Gipfel in 1720 Meter Höhe. Der Aufstieg dauerte etwa 2 Stunden mit kurzen Trinkpausen wirklich gut zu schaffen. Der Weg führt meist steil den Berg hinauf. Parallel zu einer breiten Forststraße, die auch von Mountainbikern befahren wird. Ich würde den Aufstieg als knackige Wanderung bezeichnen, mit etwas Kondition gut zu schaffen.

Der Gipfel des Säuling, nix für Anfänger

Das Foto unten stammt vom Säuling-Gipfel. Aus dem Smartphone meiner Madame. Mir als Nordlicht war der letzte Aufstieg über einen steilen, engen Geröllpfad ehrlich gesagt zu heftig, so dass ich mir lieber vor Ort ein Bier orderte und von unten zuschaute. Rechts im Bild ist der schmale Weg über den Kamm zu sehen, der zum Gipfelkreuz führt. Die Idylle täuscht, dort oben herrschten teilweise heftige Böen. Auch wenn vor Ort Wanderer gelassen pfeifend die Spitze des Berges hochgeschlendert sind, würde ich die Erklimmung nur erfahrenen Alpinisten empfehlen.

Fazit: Das Ostallgäu lockt mit hohem Freizeit- und Entspannungswert!

Es war eine wunderbare Woche im Schatten der Alpen. Ich fand’s überraschend, wie beruhigend die Berge in der Ferne wirken, wenn man sonst nur auf Hochhausschluchten glotzt. Die Umgebung bietet unzählige Möglichkeiten, zu Fuß oder mit dem Bike die Landschaft zu erobern. Mit dem ICE ab Hamburg waren wir in knapp 5 Stunden in München, von dort aus mit der Regionalbahn noch mal 2,5 Stunden bis zum Ziel. Mit der richtigen Mucke im Ohr kein Problem. Wir kommen wieder, schließlich habe ich mit dem Säuling-Gipfel noch eine Rechnung offen… 😉


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Comments (4):

  1. Kasi

    Oktober 2017 at 11:46

    Schöne Fotos, da bekommt man direkt Lust auf Urlaub in den Bergen!

    Antworten
  2. Volker Witt

    Oktober 2017 at 11:48

    Für Deinen nächsten Trip empfehle ich den Breitenberg in Pfronten. Wenn Du noch Tipps brauchst dann mail mir.

    Antworten
  3. Sebastian K.

    Oktober 2017 at 11:49

    Knöchelhohe Schuhe sind absolut notwendig, sei froh dass Du nicht in 2000 Meter umgeknickt bist, da wird schnell ein teurer Einsatz der Bergrettung draus… ansonsten schöner Erlebnisbericht!

    Antworten

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